Foto Tobias Kreft

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Theaterpädagogik
Theater Paderborn
Westfälische Kammerspiele

Der Hässliche

von Marius von Mayenburg

im Studio


Lette ist hässlich. So hässlich, dass sein Chef ihn nicht mehr auf Kund:innen loslassen will. Als selbst Lettes Frau Verständnis für diese Entscheidung zeigt, sucht er professionelle Hilfe. Nach der Schönheits-OP ist nichts mehr wie zuvor, denn dem Arzt ist ein Meisterstück gelungen und Lettes neues Aussehen eröffnet ihm ungeahnte berufliche, ökonomische und erotische Möglichkeiten. Ein Erfolg jagt den anderen und Lette scheint ein gemachter Mann zu sein. Aber plötzlich tauchen überall in der Stadt Menschen auf, die genauso aussehen wie er. Der Arzt hat die erfolgreiche Operation systematisiert und verpasst jedem zahlenden Patienten auf Wunsch Lettes „einzigartiges Gesicht“. Lette nimmt den Kampf um die eigene Identität auf, die ihm plötzlich gar nicht mehr so gesichert erscheint.


Voller Sprachwitz lässt Marius von Mayenburg (*1972) seine Figuren von einer Verwechslung in die nächste stolpern und treibt so den durch Medien und Werbung indoktrinierten Wunsch nach ästhetischer Selbstoptimierung auf die Spitze.


Dauer ca. 80 Minuten, keine Pause

VVK ab 20.08.2022

Besetzung

Lette David Lukowczyk

Fanny Claudia Sutter

Scheffler Alexander Wilß

Karlmann Kai Benno Vos


Regie Katharina KreuzhageBühne & Kostüme Ariane Scherpf / Dramaturgie  Lena KernRegieassistenz Helena Niehaus / Regiehospitanz Leon Siering / Soufflage Hermann Holstein / Technischer Leiter Klaus Herrmann / Bühnenmeister Michael Bröckling / Beleuchtungsmeister Marcus Krömer / Betreuung Licht Fabian Cornelsen & Viviane Wiegers / Ton & Video Tim Klöpper & Till Herrlich-Petry / Requisite Annette Seidel-Rohlf & Sona Ahmadnia / Leitung Kostümabteilung Edith Menke / Maske Ulla Bohnebeck                                        

Tickets & Termine:


27.10.1) / 29.10. / 12.11. / 19.11. / 25.11. / 02.12. / 11.12. / 18.12. / 29.12. / 31.12.


1) Sichtungsprobe: kostenlose Anmeldung hier.

Pressestimmen

Die kurzen Monologe und Dialoge sind witzig, heiter, amüsant, das Stück zieht schnell die Lacher auf seine Seite.

Westfälisches Volksblatt, 01.11.22


Narzissmus in Reinkultur - Selbstliebe auf dem allerhöchsten Level. Wie sagt Lette: "Ich liebe mich." Auch das Publikum hat's geliebt.

Neue Westfälische, 31.10.22


Katharina Kreuzhage serviert die Studioproduktion zugleich leichthin und präzise. DiePointen sitzen passgenau, nie aber missraten sie zu Schenkelklopfern. So gönnt denn Kreuzhage dem Publikum manches Zuckerl, aber keines zu viel. (...) Famos die Spielenden. David Lukowczyk ist Lette. Ob Hässlicher oder Schönling, bei Lukowczyk staunt Lette immerfort über seine jeweilige Befindlichkeit. Dem Elektroniktüftler eignet etwas Traumwandlerisches. Mag sein, eben das bewahrt ihn vor der Selbstentleibung. Lettes Chef Scheffler sowie dem Schönheitschirurgen verleiht Alexander Wilß jene Skrupellosigkeit, die Menschen nach Gutdünken und mit der größten Selbstverständlichkeit austauscht. Kai Benno Vos gibt Lettes Assistenten Karlmann und ebenso den Sohn der durch plastische Chirurgie designten Unternehmerin. Eben diese verkörpert Claudia Sutter mit trefflich auf die Spitze getriebener Vamp-Attitüde. Hinreißend auch, wenn Sutter in Gestalt von Lettes Gemahlin Fanny dem Elektroniktüftler die Hässlichkeit unverblümt attestiert, dabei aber nicht ohne Charme und Sympathie für den Angetrauten." 

theater:pur, November 2022