nach Henner Kallmeyer / ab 10 Jahren
im Theatertreff & mobil
Der Krieg ist aus. Jedenfalls sind davon die Trojaner überzeugt. Das Friedensgeschenk der griechischen Gegenpartei zu Ehren der Göttin Athene ist offenbar ein großes Holzpferd – ein bisschen ungewöhnlich, aber bitte. Der schlaflose Küchenjunge Spourgitis ist der einzige Zeuge, als sich nachts bewaffnete Krieger aus dem Bauch des Pferdes klettern. Kaum zu glauben: Troja wird erneut angegriffen! Als scheinbar die Luft rein ist, nimmt Spourgitis all seinen Mut zusammen, klettert in das Pferd und steht plötzlich der jungen Griechin Briseis gegenüber. Und nun? Kampf? Wortgewaltige Gefechte? Briseis und Spourgitis sind Feinde, weil ihre Eltern Feinde sind. Aber deswegen töten?
Und dann erscheint auch noch Hermes, der Götterbote, der eine ganz eigene Meinung zum Krieg hat und nur gekommen ist, um eine sterbende Seele in die Unterwelt der Toten zu führen. Grund genug, dass das neugefundene Trio genauer untersucht, inwieweit die verbotene Liebe zwischen Paris und Helena die Ursache des Kriegs war und was am Ende im Leben wirklich zählt.
In Henner Kallmeyers (*1974) Adaption des antiken Mythos wird der Fokus auf die Vermittlung von Werten wie Freundschaft, Akzeptanz und Neugier auf das Neue und Fremde gelegt. Das Stück entstand im Rahmen des „Nah dran!“-Festivals 2021 und bietet eine neue, ungewöhnliche Auseinandersetzung mit den Themen Tod und Krieg.
von Franziska Steiof nach Hans Christian Andersen und
Friedrich de la Motte Fouqué / ab 5 Jahren
im Großen Haus
Tief unten im Meer, da wo das Wasser fast schwarz ist, lebt das Meervolk. Die kleine Meerjungfrau Undine wächst hier zwischen Korallen und bunten Fischen, Muscheln und natürlich mit ihren Schwestern auf, die mit ihr singen und spielen, ein fröhliches Leben – aber Undine hat ihren ganz eigenen Kopf. Sie sehnt sich nach der Welt an Land. Wie es sich wohl anfühlt, dort herumzulaufen und ein Mensch zu sein? Als Undine bei einem Ausflug an die Wasseroberfläche einem jungen Prinzen das Leben rettet, steht ihr Entschluss fest: Sie schlägt alle Warnungen in den Wind, tauscht mit Hilfe eines Zaubertranks ihr Lachen gegen ein paar Menschenbeine und sucht die Nähe des Prinzen, der sie in seinen Palast aufnimmt. Doch Undine ist dummerweise nicht die Einzige, die sich für den Prinzen interessiert. Nach und nach muss sie erkennen, dass ihr neues Leben noch lange nicht die ersehnte Freiheit bringt. Undine sucht jedoch unbeirrt ihren Weg. Den Mutigen gehört die Welt! Wer braucht da schon einen Prinzen?
Franziska Steiof (1962-2014) stellt in ihrer Fassung des weltberühmten Märchenklassikers die Neugier und Lebensfreude ihrer kleinen Meerjungfrau in den Mittelpunkt, in deren Augen die ganze Welt unter und über der Wasseroberfläche voller aufregender Möglichkeiten steckt.
nach Henry Mason / ab 4 Jahren
im Theatertreff & mobil
Kuno ist Strahlemann, Draufgänger und Energiebündel zugleich. Und: Kuno kann alles. Auf einem Bein stehen und auf dem anderen auch, sogar auf beiden gleichzeitig. Kuno kann neue Eissorten entwerfen: Käsetoast oder Pferdeapfel zum Beispiel. Karo wohnt gegenüber. Karo trägt Brille. Karo kann kein Kung-Fu. Karo kann nicht so viel wie Kuno, sagt Kuno. Karo schaut Kuno aber immer zu, wenn er neue Ideen umsetzt. Heute wird Karo ihn sogar begleiten, wenn er den Drachen der schwarzen Berge im Norden fangen wird.
Also ab über den Gartenzaun des Grundstücks und los. Aber wo genau ist Norden? Wie kommt man unbeschadet durch ein Abflussrohr oder ein Labyrinth? Und wie soll man bitte mit dem Drachen kommunizieren, wenn Geduld und Asthmaspray versagen? Gut, dass es Karo gibt.
Henry Mason (* 1974) hat eine aufregende Geschichte über verborgene Schwächen und ungeahnte Stärken geschrieben und über eine Freundschaft, durch die jedes Abenteuer überstanden werden kann. Mason ist zweimaliger Gewinner des oberösterreichischen Bühnenkunstpreises.
von Eva Rottmann / ab 14 Jahren
im Studio
Lauter Premieren: Tini kauft sich unter Aufbietung all ihrer Contenance einen Vibrator. Teddy küsst zum ersten Mal einen anderen Jungen. Alex plant ihr erstes Mal mit Schulplayboy Fabian, der über seine Bettgeschichten eine Statistik führt. Lou, non-binär, verlässt die dörfliche Heimat, auf der Suche nach Akzeptanz und Vertrautheit innerhalb einer Community. So unterschiedlich wie die Jugendlichen sind ihre Erfahrungen und ist das, was sie beschäftigt. In diesem Stück dreht sich alles um das Thema Nummer eins: Sex.
Genauer gesagt, Sex mit seinen unvermeidlichen Begleiterscheinungen: den Peinlichkeiten der praktischen Umsetzung, der manchmal Welten umstürzenden Verliebtheit, dem nervigen Einmischen Erwachsener, der Sorge nicht zu gefallen, dem Gruppendruck und der großen Schwierigkeit, die richtigen Worte zu finden. Dabei entwirft die Autorin Rollenbilder ohne Klischees; Queerness tritt nicht als Sonderfall, sondern als selbstverständliche Möglichkeit in Erscheinung. Und allen Widrigkeiten zum Trotz wird eines doch klar: In manchen Momenten ist „Fucking“ einfach nur „fucking schön“.
Eva Rottman (*1983) hat in die Vorbereitung für die Romanvorlage systematisch Jugendliche einbezogen, was spürbar zur Authentizität des Textes beiträgt. „Fucking fucking schön“ wurde 2024 mit dem Jugendbuchpreis des Jahres „Luchs“ von DIE ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet sowie in 2025 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
von Heinrich von Kleist
im Großen Haus
Machtmissbrauch, Nötigung, Verschleierung und Falschaussagen: Seit über 200 Jahren wird der Fall um den ruchlosen Dorfrichter Adam auf deutschen Bühnen verhandelt. Aber kennen wir tatsächlich die ganze Wahrheit? Was geschah wirklich in jener Nacht, in der der Krug von Frau Marthe Rull zu Bruch ging? Wer war die dunkle Gestalt, die aus dem Zimmer von Rulls Tochter Eve floh? Und hat am Ende gar der Teufel seine Finger im Spiel?
In Heinrich von Kleists (1777–1811) Lustspiel um den Dorfrichter Adam konkurrieren zahlreiche Perspektiven um die Rekonstruktion der Wahrheit. Am Ende aber wird deutlich, dass Eve womöglich nur knapp einer Vergewaltigung entgangen ist.
Dauer ca. 80 Minuten, keine Pause
Wiederaufnahme exklusiv für Schulen!
21.01.2027 / 26.01.2027 / 27.01.2027 / 28.01.2027 /
02.02.2027 / 03.02.2027 / 09.02.2027 / 10.02.2027
Buchung
Antonia Rebbert (Koordination Schulbuchungen)
Telefon 05251 / 2881 - 113
Passend zum Stück "GRRRLS" bieten wir den Projektclub 1 von November 2025 bis Februar 2026 an.
Passend zum Stück "Faust 1+2+3" bieten wir den Projektclub 2 von März bis Mai 2026 an.